PFC- Belastung in Oberflächengewässer und Trinkwassertalsperren

Im Jahr 2006 wurden für einen ersten Überblick 20 Oberflächengewässer und zwei Trinkwassertalsperren beprobt.

Besonders auffällig war dabei erwartungsgemäß die Messstelle unterhalb der wasserrechtlich genehmigten Einleitung aus dem Industriepark Werk Gendorf in die Alz (Summe PFC rd. 8 µg/l, davon PFOA 7,5 µg/l). Entsprechend der weiteren Verdünnung wurden für PFOA stromabwärts am Inn und an der Donau noch Konzentrationen von 0,1 bzw. 0,05 µg/l gemessen.
Auf Grund der breiten Verwendung gelangen PFC auch über kommunale Kläranlagen in die Umwelt. Demzufolge werden PFC insbesondere bei Messstellen unterhalb von Siedlungsschwerpunkten an vergleichsweise abflussschwachen Vorflutern (z.B. Regnitz, Sächsische Saale, Main) in einem niedrigen Konzentrationsbereich (Höchstwert für PFOS 0,042 µg/l) gefunden.

Das Wasser der Trinkwassertalsperren Mauthaus und Frauenau ist PFC-frei.

Vom letzten Quartal 2007 bis zum letzten Quartal 2008 wurden an allen Überblicksmessstellen des bayerischen Gewässergütemessnetzes vierteljährlich Proben zur Ermittlung der flächendeckenden PFC-Kontamination entnommen. Im Regelfall waren nur sehr geringe Belastungen im Nanogramm pro Liter- Bereich festzustellen, lediglich in Inn und Donau (Belastung über die Einleitungen in die Alz bei Gendorf) konnten wie schon 2006 geringfügig höhere Messwerte bestimmt werden, die aber immer noch weit unter den Vorsorgewerten liegen.