Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Analytik von Staubinhaltsstoffen

Neben den vom LfU durchgeführten Messungen klassischer Luftschadstoffe wie z.B. Schwefeldioxid, Kohlenmonoxid und Ozon wird im Rahmen der Luftgüteüberwachung auch die Konzentration des Feinstaubs sowie dessen Inhaltsstoffe bestimmt. Die Staubinhaltsstoffanalytik dient dabei hauptsächlich der Quellenzuordnung und der Ermittlung standortspezifischer Belastungen (z.B. erhöhte Rußbelastung an stark befahrenen Straßen).

Gravimetrische Bestimmung der Feinstaubkonzentration Bild vergrößern Gravimetrische Bestimmung der Feinstaubkonzentration
Hierzu erfolgt z. B. an den Messstationen des Luftüberwachungsmessnetzes eine aktive Probenahme mit Hilfe eines mit einem Vorabscheider (z.B. für PM10) ausgerüsteten Staubsammelgerätes. Der zu untersuchende Feinstaub wird dabei auf Quarzfaserfiltern abgeschieden, die im Labor aliquotiert und stoffgruppenspezifisch aufgearbeitet werden.

In den Laboratorien der anorganischen Analytik können im Feinstaub folgende Parameter untersucht werden:

  • Lösliche Anionen (Chlorid, Nitrat, Sulfat) und Kationen (Ammonium, Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium)
  • Gesamtkohlenstoff (TC), organischer Kohlenstoff (OC) und elementarer Kohlenstoff (EC, „Ruß“)
  • Schwermetalle: Blei, Arsen, Nickel, Cadmium, Kupfer, Antimon, etc.

Neben der Analytik von Feinstaub wird auch Staubniederschlagsanalytik an nach dem Bergerhoff-Verfahren gesammelten sedimentierenden Stäuben durchgeführt. Hierzu erfolgt die Probenahme durch Ausbringen von Sammelgefäßen, die nach jeweils 28 Tagen gewechselt werden. Neben der Ermittlung der Staubmenge erfolgt eine Bestimmung der Schwermetalle Arsen, Cadmium, Cobalt, Chrom, Kupfer, Nickel, Blei, Antimon, Thallium und Zink sowie ggf. weiterer Elemente.