Analytik von Staubinhaltsstoffen

Neben Messungen klassischer Luftschadstoffe wie z.B. Stickstoffdioxid und Ozon wird im Rahmen der Luftgüteüberwachung auch die Konzentration des Feinstaubs sowie dessen Inhaltsstoffe bestimmt. Die Staubinhaltsstoffanalytik dient dabei der Quellenzuordnung und der Ermittlung standortspezifischer Belastungen. Beispielsweise finden sich erhöhte Konzentrationen der Elemente Kupfer, Eisen, Antimon, Zinn, Molybdän an stark befahrenen Straßen, verursacht durch Abrieb von Bremsbelägen.

Gravimetrische Bestimmung der Feinstaubkonzentration Bild vergrößern Gravimetrische Bestimmung der Feinstaubkonzentration

Der Feinstaub wird an den Messstationen des Luftüberwachungsmessnetzes in Staubsammelgeräten auf Quarzfaserfiltern abgeschieden, die im Labor aliquotiert und stoffgruppenspezifisch aufgearbeitet werden.

In den Laboratorien der anorganischen Analytik werden im Feinstaub folgende Parameter untersucht:

  • Lösliche Anionen (Chlorid, Nitrat, Sulfat) und Kationen (Ammonium, Calcium, Magnesium, Natrium, Kalium)
  • Schwermetalle: Blei, Arsen, Nickel, Cadmium, Kupfer, Antimon, etc.

Staubniederschlag

Staubniederschlagsmessungen erfassen sedimentierende Stäube und deren Zusammensetzung. Die Probenahme erfolgt nach dem Bergerhoff-Verfahren durch Ausbringen von Sammelgefäßen, die nach jeweils 28 Tagen gewechselt werden. Neben der Ermittlung der Staubmenge erfolgt eine Bestimmung der Schwermetalle Arsen, Cadmium, Cobalt, Chrom, Kupfer, Nickel, Blei, Antimon, Thallium und Zink sowie ggf. weiterer Elemente.

Die Staubniederschlagsmessungen dienen häufig der Charakterisierung industrieller Emittenten, aber auch der Ermittlung der Hintergrundbelastung .