Akkumulationsmonitoring
Der Mensch beeinflusst nachhaltig und auf vielfältige Art seine Umwelt. Um Kenntnis über den Verbleib und die Auswirkung von Stoffeinträgen in die verschiedenen Ökosysteme zu bekommen, sind Untersuchungsprogramme wie das Akkumulationsmonitoring notwendig und hilfreich. Ausgesuchte Indikatororganismen aus dem Tier- und Pflanzenreich und auch Schwebstoffe werden über viele Jahre regelmäßig auf den Gehalt verschiedener ausgesuchter Schadstoffe wie Metalle und organisch-chemische Stoffe untersucht. Man bedient sich dabei der Fähigkeit der Organismen, Stoffe sowohl aus der Luft als auch aus dem Wasser anzureichern und erhält durch die chemische Rückstandsanalytik aus Organen der Indikatororganismen ein Abbild der Belastung von Gewässern bzw. der flächigen Ausbreitung von Luftschadstoffen. Am LfU verfügt man mit dem Fisch- und Muschelschadstoffmonitoring über ein Instrument der Umweltüberwachung und –bewertung. Die Organismen zeigen im Akkumulationsmonitoring meist keine erkennbaren Schädigungen durch toxische Wirkungen. Letztere werden durch das Wirkungsmonitoring erfasst.
Schadstoffe können auch verschieden stark an Partikeln im Wasser gebunden sein. Daher bietet das Monitoring mit der chemischen Rückstandsuntersuchung von Schwebstoffen eine weitere Möglichkeit die Belastungssituation der Gewässer zu beschreiben. Die verschiedenen Monitoringprogramme erlauben gute Eingrenzungsmöglichkeiten von Belastungsquellen an den Gewässern, weil die Programme in wesentlichen Punkten aufeinander abgestimmt sind: die Auswahl der Beprobungsstellen und der zu untersuchenden Stoffe sind im Großen und Ganzen identisch und ermöglichen einen Abgleich der Ergebnisse. Hierdurch werden Vorraussetzungen geschaffen, um mit gezielten Maßnahmen die Belastungen einzuschränken bzw. diese sogar zu beseitigen.
