Felssturz in Stein an der Traun

Im oberbayerischen Stein an der Traun wurde am Montag, den 25. Januar 2010 gegen 19:45 ein etwa 100 Jahre altes Wohnhaus durch einen Felssturz zerstört. Dabei kamen zwei Menschen ums Leben, zwei weitere wurden schwer verletzt.


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Bei dem Felssturz kippte eine ganze Felspartie von rund 15 Metern Breite aus einer etwa 15 Meter hohen Felswand. Die Wand besteht aus sogenannter Nagelfluh, also aus verfestigten mindelzeitlichen Konglomeraten. Darüber liegt Material aus der Rißzeit. Insgesamt ist ein Volumen von schätzungsweise 400 bis 500 Kubikmetern abgestürzt.
Generell sind Felsstürze auf Spannungsumlagerungen, auf Materialermüdung des Gesteines und insbesondere auf Verwitterung an Trennflächen und Klüften zurück zu führen. Auslöser ist meist Frostsprengung bei Frost-Tau-Wechsel oder ein Kluftwasserschub bei heftigen Niederschlägen. Auch Sturm kann als Auslöser wirken, wenn die Bewegung über die Baumwurzeln übertragen wird. Die Vorhersage solcher Felsstürze ist insbesondere dann schwierig, wenn die Anbruchbereiche tief in den Fels hineinreichen und wie im konkreten Fall durch eine Bodendecke verborgen sind.
Nach bisherigen Erkenntnissen hat im aktuellen Fall keine dieser Voraussetzungen eindeutig vorgelegen. Zur Klärung der Ursache des Felssturzes wird in den kommenden Wochen ein Gutachten erstellt.


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Bayerisches Landesamt für
Umwelt