Verwerterdatenbank

Die Verwerterdatenbank Bayern (VDB) bietet einen Überblick über die in Bayern und in Ergänzung hierzu auch darüber hinaus vorhandenen Möglichkeiten zur Verwertung von Abfällen.

Sie integriert

  • Betriebe mit Transportkapazität und logistischem Lager
  • Gewerbe mit Angeboten zur Behandlung von Abfällen und
  • Firmen, die die Abfälle abschließend verwerten,

wenn es sich um Abfälle zur Verwertung handelt.

Bildcollage aus 3 Bildern, die sich um die bayerischen Rauten gruppieren. Um die Rauten bilden 3 Pfeile das Symbol für den Verwertungskreislauf. Bildcollage zur Verwertung (Quelle: W. Geiger GmbH)

Die Bereitstellung betrieblicher Daten im Internet der VDB erfolgt auf ausdrücklichen Wunsch der Firmen, die für ihre Tätigkeiten im Rahmen einer Verwertung werben wollen. Die Aufnahme der Daten erfolgt auf folgende Weise: Die Firma lädt sich in der VDB ein Antragsformular runter, füllt es aus und sendet es der Genehmigungsbehörde, damit die Angaben mit dem Bescheid abgeglichen werden können. Diese reicht den geprüften Antrag dann an das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) zur Einstellung in die VDB weiter. Somit sind die Daten in der VDB weitestgehend korrekt. Das LfU hat in diesem Zusammenhang keine Genehmigungsbefugnis.

Verwerterfirmen in Ergänzung des hiesigen Spektrums an Verwertungsangeboten anderer Bundesländer, die in die VDB aufgenommen werden wollen, benötigen keinen Abgleich mit ihrer Behörde. Sie müssen aber auf dem VDB-Antragsformular ihre Entsorgernummer angeben.

Betriebe, die einen Verwertungsdienstleister ihrer Region suchen oder Spezialisten für die Entsorgung einer ganz bestimmten Abfallart in Bayern und in Einzelfällen auch in anderen Bundesländern, können hier fündig werden. Über die Qualität der Leistung der einzelnen Anbieter müssen sich die Abfallbesitzer ein eigenes Bild verschaffen, indem sie mit ihnen verhandeln und Angebote dann miteinander vergleichen.

Bei der Recherche nach Verwerterbetrieben über "Verwertersuche" ist es möglich, die Suche auf bestimmte Abfallarten (nach Abfallverzeichnisverordnung) oder Tätigkeiten und regional oder lokal zu begrenzen. Über die "Verfahrensliste" lassen sich interessante Verwertungsverfahren mit Beschreibung und Schema zum Verfahren, in Einzelfällen auch einem Foto der Verwertungsanlage ermitteln.

Zur weiteren Information nutzen Sie bitte die den Fragen hinterlegten Abschnitte, die Bedienungshinweise ("Hilfe zur Suche") und die Links zu den Unterseiten.

Wie erfolgt die Aufnahme in die Verwerterdatenbank?

Zur Aufnahme in die VDB laden Sie sich bitte die Aufnahmeformulare runter (s. Navigationsleiste) und füllen sie aus. Ihre Angaben zum Betrieb, zur Tätigkeit und zu den verwertbaren Abfallarten müssen von der für Sie zuständigen Genehmigungsbehörde (in der Regel die Kreisverwaltungsbehörde KVB: also Landratsamt oder Umweltamt der kreisfreien Stadt) auf jedem der Aufnahmeblätter bestätigt werden. Das LfU teilt Ihnen die Aufnahme Ihrer Daten in die VDB sowie die Verwerternummer mit. Die Genehmigungsbehörde erhält einen Abdruck des Schreibens per E-Mail.

Die Verwerternummer kann in eiligen Fällen nach Rücksprache mit der KVB vom LfU auch vorab vergeben werden. Der Antrag muss dann nachgereicht werden.

Wer vergibt die Verwerternummern?

Verwerternummern (VN) – W-Nummern zur Kennzeichnung von Verfahren zur "Wieder"verwertung – werden in Bayern ausschließlich vom LfU (Dienststelle Augsburg) vergeben. Dieses ist verantwortlich für die Vergabe der VN sowie die Pflege der Daten in der VDB. Wir bitten die Genehmigungsbehörden daher um Abstimmung mit dem LfU, wenn VN frei werden und weitervergeben werden können. Die VN werden in der Regel standort-, bei mehreren Anlagen am Standort auch anlagenbezogen vergeben.

Wer ist für die in der Verwerterdatenbank eingestellten Daten verantwortlich?

Die Verwerterfirmen sind verpflichtet, ihre in der VDB angebotenen Dienstleistungen auf gesetzlicher Grundlage und derjenigen ihres Genehmigungsbescheides korrekt durchzuführen und ihre Betriebe ordnungsgemäß zu führen. Wird die Zuverlässigkeit eines Betreibers in Frage gestellt, behält sich das LfU in Absprache mit der Genehmigungsbehörde vor, diese Firma bis auf weiteres aus dem Internet der VDB zu nehmen.

Die Zulässigkeit der beantragten Abfallverwertung wird von der zuständigen Genehmigungsbehörde geprüft. Das LfU führt in Einzelfällen Plausibilitätskontrollen durch, kann aber nicht für die Richtigkeit der Daten in der VDB garantieren. Bei wichtigen Verwertungsverfahren, die in Bayern nicht zur Verfügung stehen, aber zur Ergänzung des Verwertungsspektrums von außerhalb Bayerns mit aufgenommen werden, kann mangels Zuständigkeit keine Überprüfung der Daten durch das LfU erfolgen.

Welche Nummern werden bei der Entsorgung von Abfällen vergeben?

Wer im Bereich der Abfallwirtschaft tätig ist, benötigt im Rahmen des Nachweisverfahrens Erzeuger-, Beförderer- oder Entsorgernummern. Diese erteilen die Genehmigungs- oder Überwachungsbehörden.
Die folgenden Nummern werden in Bayern von den jeweils zuständigen Behörden zugeteilt:

Beförderernummer:

Eine Beförderernummer wird von der KVB jeweils im Zusammenhang mit dem Transport gefährlicher Abfälle im Rahmen der Erteilung einer Transportgenehmigung oder auf Anzeige eines Fachbetriebs zur Entsorgung (bei Vorlage des Zertifikats) vergeben.

Erzeugernummer:

Erzeugernummern erhalten Abfallerzeuger (auch Betreiber von Entsorgungsanlagen) von der KVB für die von ihnen erzeugten Abfälle im Rahmen des Nachweisverfahrens.

Beim Vollzug der Altfahrzeugverordnung wird auch der Begriff der Betriebsnummer verwendet. Sie ist im Verwertungsnachweis der Erzeugernummer gleichzusetzen. Die Verwertung von Altfahrzeugen findet keine Berücksichtigung in der VDB. Einer Registrierung der anerkannten Altfahrzeug-Demontage-Betriebe, Schredder- und sonstigen Anlagen zur weiteren Behandlung dient bundesweit die Datenbank der gemeinsamen Stelle Altfahrzeuge (GESA).

Entsorgernummer:

Die Entsorgung umfasst sowohl die Verwertung als auch die Beseitigung von Abfällen.
Das LfU ist in Bayern die zuständige Behörde für die Überwachung der Entsorgung gefährlicher Abfälle (Zentrale Stelle Abfallüberwachung, ZSA). Die ZSA ist zuständig für die "Vorabkontrolle" und die "Verbleibskontrolle" gefährlicher Abfälle.

Die Entsorgernummern – S-Nummern zur Kennzeichnung einer Entsorgung von Sonderabfall – werden von der ZSA in Kulmbach vergeben.

In Einzelfällen werden Entsorgernummern auch für die Entsorgung nicht-gefährlicher Abfälle benötigt. Diese werden als N-Nummern ebenfalls vom LfU (Dienststelle Kulmbach) vergeben.

Verwerternummer:

Unabhängig vom Nachweisverfahren werden in Bayern zur Förderung der Verwertung gefährlicher und nicht-gefährlicher Abfälle auch Verwerternummern vergeben. Diese dienen ausschließlich der Verwertung von Abfällen. Sie werden alleine vom LfU (Dienststelle Augsburg) vergeben, um eine doppelte Vergabe von VN auszuschließen. Sie dienen der Aufnahme in die VDB, aber auch der Registrierung abfallwirtschaftlicher Tätigkeiten im Rahmen einer Verwertung.

Ansprechpartnerin für Fragen im Zusammenhang mit der VDB und der Vergabe von VN:
Anne-Maria Fritz, Telefon: 0821 9071-5373

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