Erläuterung zur Darstellung der Emissionsmessergebnisse

Bei der Darstellung der Emissionsmessergebnisse ist zwischen der Darstellung der kontinuierlich und der diskontinuierlich ermittelten Emissionskonzentrationen zu unterscheiden.

Kontinuierlich ermittelte Emissionskonzentrationen

Die Darstellung der Messergebnisse der kontinuierlich durchgeführten Emissionsmessungen fasst die innerhalb eines Kalenderjahres ermittelten Schadstoffkonzentrationen zusammen. Diese Daten werden dem Emissionswerterechner entnommen, der die Emissionsmessergebnisse während der Betriebszeit der Müllverbrennungsanlage kontinuierlich aufzeichnet, mit den Betriebsparametern abgleicht, auf Normbedingungen umrechnet und speichert. In den Emissionsjahresberichten sind folgende Daten aufgeführt:

Spalte "Schadstoff"

Alle Schadstoffparameter, die gemäß Bescheid kontinuierlich zu erfassen sind.

Spalten "Grenzwerte"

Die im Bescheid der Anlage geforderten Grenzwerte für die Halbstunden- und Tagesmittelwerte, die in der Regel den Anforderungen der 17. BImSchV entsprechen. Da die Mittelung über eine 1/2 h eher die nicht vermeidbaren Schwankungen der Emissionskonzentrationen wiedergibt als die Mittelung über einen ganzen Tag, ist für den Halbstundenmittelwert ein höherer Grenzwert vorgegeben.

Spalten "Einhaltung"

Die Einhaltung der Halbstunden- und Tagesmittelwerte wird in Prozent aller gemessenen Werte angegeben.

Spalte "Jahresmittel"

Der Jahresmittelwert errechnet sich aus allen Halbstundenmittelwerten über das Jahr. Ein Grenzwert für diesen Zeitraum ist in der Regel nicht vorgeschrieben. Trotzdem lässt sich im Vergleich mit den Grenzwerten der Tagesmittelwerte erkennen, dass die Emissionen der Müllverbrennungsanlagen im Normalbetrieb deutlich unterhalb der Anforderungen der 17. BImSchV liegen.

Diskontinuierlich ermittelte Emissionskonzentrationen

Die 17. BImSchV schreibt insbesondere für die Schadstoffparameter, die nicht durch kontinuierlich registrierende Messeinrichtungen erfasst werden, eine durch ein unabhängiges und nach § 26 BImSchG zugelassenes Institut jährlich zu wiederholende Messung vor. In den Emissionsjahresberichten sind folgende Daten aufgeführt:

Spalte "Schadstoff"

In dieser Spalte sind all jene Stoffe aufgeführt, die als Summe erfasst und mit den zum Messzeitpunkt herrschenden Betriebsbedingungen auf Normbedingungen (1013hPa, 273K, 11% O2, trocken) umgerechnet werden. Bei den polychlorierten Dibenzodioxinen und -furanen werden die Summen der einzelnen Kongeneren zu einem Toxizitätsäquivalent (TE in ng/m3) nach der Vorschrift NATO/CCMS gebildet. Der Messparameter HF wird nur gemessen, wenn dieser nicht kontinuierlich ermittelt wird.

Spalte "Grenzwert"

Hier sind die Grenzwerte aufgeführt, die die 17. BImSchV für die Summe der einzelnen Schadstoffgruppen vorschreibt.

Spalte "Mittelwert"

Mittelwert der einzelnen Messreihen. Je Messauftrag werden normalerweise 3 Messreihen (zuweilen bis zu 6 Messreihen) von je einer halben Stunde bis maximal 2 Stunden zur Ermittlung der Schwermetallgehalte durchgeführt; jeweils mind. 6 Stunden bis maximal 16 Stunden wird zur Ermittlung von polychlorierten Dibenzodioxinen und -furanen gemessen.

Spalte "Höchster Wert"

Ist bei den Messergebnissen ein Kleinerzeichen ("<") vorangestellt, so handelt es sich hier um die jeweiligen Nachweisgrenzen, da die Belastungen zu gering sind, um einen Messwert zu ermitteln.