Mineralische Abfälle
Bau- und Abbruchabfälle sind deutschlandweit der mengenmäßig bedeutendste Abfallstrom. In Bayern fielen im Jahr 2008 insgesamt rd. 43 Mio. t Bauabfälle an, die zu 65% (28 Mio. t) aus Bodenaushub und zu 20% (9 Mio. t) aus Bauschutt bestanden. Weitere bedeutende mineralische Abfallströme sind z.B. Straßenaufbruch (3 Mio. t), Hausmüllverbrennungsasche (0,6 Mio. t), Elektroofenschlacke (0,2 Mio. t) und Straßenkehricht (0,05 - 0,3 Mio. t). Hauptverwertungswege sind die Wiederverfüllung von Abbaustätten und der Einsatz im Straßenbau.
- Umweltbundesamt: Abfallaufkommen
- Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung: Abfallwirtschaft in Bayern 2008, Kapitel 3 - PDF
Zur Vereinheitlichung länderspezifischer Regelungen für die Verwertung von mineralischen Abfällen wird auf Bundesebene der Entwurf einer "Ersatzbaustoffverordnung" diskutiert, deren Einführung aber noch nicht absehbar ist. Insgesamt wird in den Regelungen versucht, den unterschiedlichen Belastungspotenzialen mineralischer Abfälle Rechnung zu tragen. So sind bestimmte Schadstoffe für bestimmte Abfälle typisch (Pflanzenschutzmittel im Gleisschotter, Sulfat in Gipsplatten, PAK in teerhaltigen Straßenaufbruch). Gleichzeitig können aber auch manche Belastungen für bestimmte Abfälle in der Regel ausgeschlossen werden (z.B. organische Schadstoffe in Stahlwerksschlacken). Zudem können sich unterschiedliche Anforderungen an die Verwertung aus den vorgesehenen Einbauorten und -arten (Wirkungspfad, hydrogeologische Situation, Sicherungsmaßnahmen) ergeben.
Weiterführende Informationen
Links zu anderen Angeboten
- Inertabfalldeponien
- Deponien für gefährliche und nicht gefährliche Abfälle
- Verwerterdatenbank Bayern
- Atlas der stationären Bodenbehandlungsanlagen Bayern
Dokumente zum Download/Bestellen
- Vollzugshinweise für die Bereitstellung zur Abholung und zur Zwischenlagerung von Straßenkehricht - PDF
- Einsatz von Ersatzbaustoffen in Deutschland - PDF
- Stellungnahmen des Umweltbundesamtes zum UBA-Forschungsvorhaben "Ableitung von Materialwerten im Eluat und Einbaumöglichkeiten mineralischer Ersatzbaustoffe - Umsetzung der Ergebnisse des BMBF-Verbundes "Sickerwasserprognose" in konkrete Vorschläge zur Harmonisierung von Methoden" - PDF
