Mineralische Abfälle

Bau- und Abbruchabfälle sind deutschlandweit der mengenmäßig bedeutendste Abfallstrom. In Bayern fielen im Jahr 2014 insgesamt rd. 46 Mio. t Bauabfälle an, die zu 67% (31 Mio. t) aus Bodenaushub und zu 20% (9 Mio. t) aus Bauschutt bestanden. Weitere bedeutende mineralische Abfallströme sind z.B. Straßenaufbruch (2 Mio. t), Hausmüllverbrennungsasche (0,4 Mio. t), Elektroofenschlacke (0,2 Mio. t) und Straßenkehricht (0,05 - 0,3 Mio. t). Hauptverwertungswege sind die Wiederverfüllung von Abbaustätten und der Einsatz im Straßenbau.

Zur Vereinheitlichung länderspezifischer Regelungen für die Verwertung von mineralischen Abfällen wird auf Bundesebene der Entwurf einer "Ersatzbaustoffverordnung" diskutiert, deren Einführung aber noch nicht absehbar ist. Insgesamt wird in den Regelungen versucht, den unterschiedlichen Belastungspotenzialen mineralischer Abfälle Rechnung zu tragen. So sind bestimmte Schadstoffe für bestimmte Abfälle typisch (Herbizide im Gleisschotter, Sulfat in Gipsplatten, PAK in teerhaltigen Straßenaufbruch). Gleichzeitig können aber auch manche Belastungen für bestimmte Abfälle in der Regel ausgeschlossen werden (z.B. organische Schadstoffe in Stahlwerksschlacken). Zudem können sich unterschiedliche Anforderungen an die Verwertung aus den vorgesehenen Einbauorten und -arten (Wirkungspfad, hydrogeologische Situation, Sicherungsmaßnahmen) ergeben.