Arten, der nach Menge wichtigsten gefährlichen Abfälle in Bayern

Das Bayerische Landesamt für Umwelt erstellt jährlich eine Bilanz der in Bayern angefallenen und entsorgten gefährlichen Abfällen, zuletzt für das Jahr 2015. Mit rund 794.000t stellten 11 Abfallarten im Jahr 2015 bereits ca. 63% des Gesamtaufkommens von Primärerzeugern in Bayern dar. Sie sind im Folgenden aufgeführt, die angefallenen Mengen stehen in Klammern:

Abfälle aus dem Baubereich:

  • kohlenteerhaltige Bitumengemische (249.000t)
  • Glas, Kunststoff und Holz, die gefährliche Stoffe enthalten (121.000t)
  • Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten (90.000t)
  • Asbesthaltige Baustoffe (50.000t)
  • anderes Dämmmaterial (gefährlich) (21.000t)

Produktionsabfälle:

  • halogenfreie Bearbeitungsemulsionen und -lösungen (94.000t)
  • nicht chlorierte Maschinen-, Getriebe- und Schmieröle auf Mineralölbasis (46.000t)
  • Schlämme aus Öl- / Wasserabscheidern (36.000t)
  • feste Abfälle aus der Abgasbehandlung, die gefährliche Stoffe enthalten (24.000t)
  • feste Abfälle aus Sandfanganlagen und Öl-/Wasserabscheidern (22.000t)

Weitere Abfälle:

  • Bleibatterien (41.000t).

Problemabfälle:

Kleinmengen gefährlicher Abfälle aus den Haushalten und dem Kleingewerbe werden als Problemabfälle bezeichnet. Trotz ihrer potenziellen Gefährlichkeit unterliegen diese bis zur Übergabe an die kommunalen Sammelstellen, Rücknahmesysteme (z.B. Batterien) oder den Handel (z.B. Altöl, Autobatterien) nicht der Nachweispflicht.

Die Abgabe haushaltsüblicher Mengen von Problemabfällen ist in der Regel kostenlos. Bei größeren Anliefermengen oder für Gewerbebetriebe werden dagegen oft Gebühren erhoben.

Folgende Stoffe zählen zu den Problemabfällen:

Abbeiz- oder Ablaugmittel, Abflussreiniger, Altbatterien und -akkus, Desinfektionsmittel, nicht ausgehärtete Farben und Lacke sowie Klebstoffe, Fritteusenfett, Lösemittel und lösemittelhaltige Stoffe, Haushaltsreiniger, Insektizide, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen, Möbel- und Autopflegemittel, Altöl und ölverschmutzte Wischtücher, quecksilberhaltige Thermometer, Spraydosen mit Restinhalt, Pflanzen- (Insektizide) und Holzschutzmittel, Verdünner, WC-Reiniger.