Bayerisches Landesamt für
Umwelt

Arten, der nach Menge wichtigsten gefährlichen Abfälle in Bayern

Das Bayerische Landesamt für Umwelt erstellt jährlich eine Bilanz der in Bayern angefallenen und entsorgten gefährlichen Abfälle, zuletzt für das Jahr 2010. Danach machten 11 Abfallarten im Jahr 2010 über die Hälfte des Gesamtaufkommens aus. Sie sind im Folgenden ausgeführt, die angefallene Menge steht in Klammern:

Abfälle aus dem Baubereich:

  • Glas, Kunststoff und Holz, die gefährliche Stoffe enthalten (100.000 t),
  • kohlenteerhaltige Bitumengemische (212.000 t),
  • Asbesthaltige Baustoffe (59.000 t),
  • ausgekofferte Böden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten (57.000 t),

Produktionsabfälle:

  • halogenhaltige Bearbeitungsemulsionen und -lösungen (73.000 t),
  • Schlämme aus Öl- / Wasserabscheidern (40.000 t),
  • nicht chlorierte Maschinen-, Getriebe- und Schmieröle auf Mineralölbasis (31.000 t),
  • feste Abfälle aus Sandfanganlagen und Öl- / Wasserabscheidern (24.000 t),
  • wässrige Waschflüssigkeiten und Mutterlaugen (21.000 t),
  • feste Abfälle aus der Abgasbehandlung, die gefährliche Stoffe enthalten (21.000 t).

Weitere Abfälle:

  • Bleibatterien (46.000 t).

Problemabfälle:

Kleinmengen gefährlicher Abfälle aus den Haushalten und dem Kleingewerbe werden als Problemabfälle bezeichnet. Trotz ihrer potenziellen Gefährlichkeit unterliegen diese bis zur Übergabe an die kommunalen Sammelstellen, Rücknahmesysteme (z. B. Batterien) oder den Handel (z. B. Altöl, Autobatterien) nicht der Nachweispflicht.

Die Abgabe haushaltsüblicher Mengen von Problemabfällen ist in der Regel kostenlos. Bei größeren Anliefermengen oder für Gewerbebetriebe werden dagegen oft Gebühren erhoben.

Folgende Stoffe zählen zu den Problemabfällen:

Abbeiz- oder Ablaugmittel, Abflussreiniger, Altbatterien und -akkus, Desinfektionsmittel, nicht ausgehärtete Farben und Lacke sowie Klebstoffe, Fritteusenfett, Lösemittel und lösemittelhaltige Stoffe, Haushaltsreiniger, Insektizide, Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen, Möbel- und Autopflegemittel, Altöl und ölverschmutzte Wischtücher, quecksilberhaltige Thermometer, Spraydosen mit Restinhalt, Pflanzen- (Insektizide) und Holzschutzmittel, Verdünner, WC-Reiniger.