Produktionsabfälle vermeiden
Bei der Herstellung von Produkten können große Mengen Abfall anfallen. Diese Mengen können mit Hilfe intelligenter Produktionsmethoden reduziert werden.
Wer gemäß §§ 22 KrW-/AbfG Erzeugnisse entwickelt, herstellt, be- und verarbeitet oder vertreibt, trägt zur Erfüllung der Ziele der Kreislaufwirtschaft die Produktverantwortung. Ein Abfallwirtschaftskonzept für einen herstellenden Betrieb müsste hinsichtlich Abfallvermeidung vor allem folgende Positionen berücksichtigen:
Technische Maßnahmen
- Substitution von Einsatzstoffen
- Prozesssubstitution
- Prozesskettenverkürzung
- Prozessoptimierung (Vermeidung von Fehlchargen)
- Entwicklung geschlossener Systeme zur innerbetrieblichen Verwertung und Kreislaufführung
Organisatorische Maßnahmen – Logistik
- Entsorgungsbezogene Lieferantenauswahl (Abfallvermeidung im Beschaffungswesen)
Organisatorische Maßnahmen – Personal und Kunden
- Einführung einer Aufbau- und Ablauforganisation der betrieblichen Abfallwirtschaft
- Integration der Mitarbeiter in den abfallwirtschaftlichen Innovationsprozess
- Schulung und Qualifikation der Mitarbeiter
Im Produktionsbereich sind (erfolgreiche) Maßnahmen zur Vermeidung von Abfällen besonders nachhaltig. Die Kostenoptimierung ist Grundsatz jeglicher Güterproduktion (ökonomisch). Da die Entsorgung von Abfällen teuer ist, insbesondere dann, wenn noch höhere Schadstoffgehalte hinzukommen, sollte ihre Entstehung minimiert werden (ökologisch). Kosteneinsparungen lassen die Produkte kostengünstiger herstellen (Ökoeffizienz), was sich auf ihre Konkurrenzfähigkeit und damit ihren Produktpreis positiv auswirken dürfte (sozial).
