Klimaschutz durch Abfallvermeidung

Klimaschutz in der Abfallwirtschaft beginnt mit der Vermeidung von Abfällen:

Abfallvermeidung in der Produktion

  • Wenn gehandelt wird, ohne dass Abfälle (nach Menge und Schadstoffgehalt) entstehen, ist dieses ökoeffizient: Es fallen weder (klimarelevante) Emissionen noch Kosten an.
  • Wenn abfall- und schadstoffarm produziert wird und Produkte in hoher Qualität und reparaturfreundlich (als Grundlage für eine längere Gebrauchsdauer) gefertigt werden, sind Materialien optimal eingesetzt. Es entfallen Ersatzprodukte aus primären oder sekundären Rohstoffen, die hiermit verbundenen Eingriffe und Emissionen.
  • Wenn Transport- (z. B. Paletten) und Serviceverpackungen (z. B. Getränke in Flaschen) vom Hersteller im Mehrwegsystem angeboten werden, fördert das den Klimaschutz, solange sich Transporte über größere Entfernungen in Grenzen halten.

Abfallvermeidung durch Wiederverwendung

  • Wenn Produkte hoher Qualität von qualitätsbewussten Käufern erworben und nach Abschluss der Erstnutzung vor allem durch karitativ-gemeinnützige Organisationen (KGOs) weitervermittelt und dann wieder verwendet werden, werden Materialien, sofern damit keine schädlichen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt verbunden sind, optimal und nachhaltig (ökoeffizient und sozial) eingesetzt.
  • Wenn Mehrwegsysteme von Handel und Endverbraucher mehrfach und ökoeffizient eingesetzt werden, hilft das, auch klimarelevante Emissionen einzusparen.
  • Wenn Geräte nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz (z. B. Handys) zurückgenommen und einer Wiederverwendung zugeführt werden, lassen sich entsprechend Rohstoffe und Emissionen einsparen.

Abfallvermeidung durch Weiterverwendung

  • Abfälle und Emissionen aus Verwertung oder Herstellung neuer Erzeugnisse werden auch vermieden, wenn etwas in anderer Funktion als ursprünglich erstellt "weiter verwendet" wird (z. B. Reifen als Fender oder zur Beschwerung von Folien in der Landwirtschaft an Stelle sowie als Schaukeln oder Ähnliches).

Abfallvermeidung durch Vorbereitung zur Wiederverwendung

Auch durch folgende Maßnahmen werden Primärressourcen in Ersatz der weiterhin im Umlauf befindlichen Materialien eingespart und entsprechend auch Energie, Emissionen und Kosten:

  • Durch Aufarbeitung (Generalüberholung von Anlagen, Runderneuerung von Reifen, Entkernung und Wiederverwendung von Gebäuden oder Gebäudebestandteilen etc.) erübrigen sich neue Anlagen oder Produkte.
    Die bei der Aufarbeitung freigesetzten Mengen klimarelevanter Gase sollten dabei nicht größer sein als diejenigen, die bei Rohstoffgewinnung und Herstellung neuer Produkte entstehen.

Jeder einzelne, ob in der Verwaltung oder im Gewerbebetrieb beschäftigt oder von privater Seite, kann somit direkt oder indirekt dazu beitragen, dass durch das Vermeiden der Entstehung von Abfällen klimarelevant gehandelt wird.

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